Buer, St. Marien

Buer, St. Marien

 

St. Annen, Kirche St. Anna

St. Annen, Kirche St. Anna

 

St. Martin, Kirche St. Anna

St. Martin, Kirche St. Anna

 

Buer, St. Marien, St. Nikolaus

Buer, St. Marien, St. Nikolaus

 

Sondermühlen, St. Marien

Sondermühlen, St. Marien

 

Riemsloh, St. Johann

Riemsloh, St. Johann

 

Altarraum, St. Annen

Altarraum, St. Annen

 

Melle, St. Matthäus und St. Petri

Melle, St. Matthäus und St. Petri

 

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Bestattungen

 

Aufbahrung in der Kirche - Auferstehungsamt - Foto Walbaum

Wen muss ich verständigen und was organisieren, wenn ein Angehöriger verstorben ist?

Alle wichtigen organisatorischen und praktischen Aufgaben, die beim Tod eines Angehörigen anfallen, werden von den Bestattungsunternehmen geregelt.
Der Tod ist für die Angehörigen meist ein sehr starkes emotionales Ereignis, bei dem ein Beistand gut tut. Gebete und ein Segen können dabei eine große Hilfe sein. Zögern Sie daher nicht, wenn Sie den Wunsch verspüren, eine/n Seelsorger/in zu rufen. Alle Mitarbeiter/innen im pastoralen Team stehen Ihnen dafür zur Verfügung.


 

Wie ist der Ablauf einer katholischen Beerdigung?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Der/die Verstorbene wird im geschlossenen Sarg in der Kirche aufgebahrt, wo eine Eucharistiefeier im Gedenken an ihn/sie gefeiert wird. Die Hoffnungsbotschaft des Todes und der Auferstehung Jesu stehen hier im Mittelpunkt, so dass wir auch vom Auferstehungsamt sprechen.
Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof, wo der Sarg unter Gebeten und christlichen Abschiedsritualen ins Grab gelassen wird.
2. Bei der zweiten Möglichkeit beginnt man in der Friedhofskapelle auf dem Friedhof mit der Trauerfeier, woran sich die Beerdigung auf dem Friedhof direkt anschließt.
Danach versammelt sich die Trauergemeinde zum Auferstehungsamt in der Kirche.
Die Feier der Eucharistie in der Kirche ist vor allem dann sinnvoll, wenn dem/der Verstorbenen und auch den trauernden Angehörigen die Zugehörigkeit zur Kirche und die Mitfeier der Heiligen Messe von Bedeutung waren und sind.
3. In Situationen, wo die Angehörigen in der überwiegenden Mehrzahl nicht der katholischen Kirche angehören oder wo der Kreis der Trauernden sehr klein ist, kann auf der Feier in der Kirche verzichtet werden. Hier beschränkt man sich auf die Trauerfeier in der Friedhofskapelle bzw. in den Räumen des Bestattungsinstituts.


 

Was ist ein „Requiem“?

„Requiem“ wird die Heilige Messe in der Kirche vor oder nach der Beisetzung genannt. Das Wort leitet sich vom lateinischen Eröffnungsvers ab: „Requiem aeternam dona eis, Domine – Der Herr gebe ihnen die ewige Ruhe“.
Das Wort wurde häufig mit „Totenmesse“ übersetzt. Wir sprechen lieber vom Auferstehungsamt, das die andauernde Verbindung der Lebenden mit dem/der Verstorbenen in der Eucharistie hervorhebt.


 

Ist eine Feuerbestattung für Christen möglich?

Wir Christen haben von Beginn an unsere Verstorbenen in Särgen begraben, da unser Glaube an die Auferstehung der Toten dies nahe legt.
Allerdings wird uns von Gott ein neuer Leib geschenkt, wenn wir auferstehen. Dies kann sicher auch aus unserer Asche geschehen.


 

Was ist mit anonymen Bestattungen?

Bei einer anonymen Bestattung wird der Sarg oder die Urne an einer für die Angehörigen unbekannten Stelle beigesetzt. Dies erübrigt eine Pflege der Grabstelle, verhindert aber auch ein Gedenken am Grab des verstorbenen Angehörigen oder Freundes.
Häufig spielen finanzielle Überlegungen bei einer Entscheidung für eine anonyme Bestattung eine Rolle, oder die Ungewissheit, wer die Grabstelle in Zukunft pflegen soll.
Wir raten dringend von der anonymen Bestattung ab, da der Gang zum Grab für die Trauernden eine wichtige psychologische Funktion hat. Immer wieder müssen wir Abschied nehmen, um die Endgültigkeit des irdischen Lebens wirklich zu begreifen. Bei einer anonymen Bestattung, die nicht mehr zu korrigieren ist, fehlt dafür ein wichtiger Ort.
In Melle bieten einige Bestattungsinstitute sogenannte „Gemeinschaftsgräber“ an, wo man die Namen der Verstorbenen nachlesen kann.


 
Grab für fehlgeb. Kinder - Foto Walbaum

Sind Beerdigungen „in aller Stille“ möglich?

Manchmal äußern Sterbende oder Angehörige den Wunsch, dass Beerdigungen in aller Stille stattfinden sollen. Darin kann sich eine Bescheidenheit ausdrücken oder das Unbehagen, in seiner Trauer von zu vielen Menschen „beobachtet“ zu werden.
Allerdings ist der Kreis der Menschen, die von einem Verstorbenen Abschied nehmen möchten, oft größer als gedacht. Schön ist es, wenn all denen, die das möchten, der Besuch der Beerdigung ermöglicht wird, etwa durch eine Anzeige in der Zeitung oder durch andere Formen der Bekanntmachung. Niemandem sollte die Möglichkeit des Abschieds und damit der Trauerarbeit verwehrt werden.


 

Welche Traditionen gibt es rund um die Beerdigung eines Menschen?

Läuten: In Riemsloh ist es üblich, bis zur Beerdigung jeden Mittag die Totenglocke zu läuten.

Gebetszettel: Zur Erinnerung an den Verstorbenen kann ein Gebetszettel gedruckt werden, der bei der Trauerfeier verteilt wird. Ins Gesangbuch eingelegt kann er immer wieder zum erinnernden Gebet einladen.

Sechswochenamt: Nach 40 Tagen, ungefähr sechs Wochen, ist ein wichtiger Abschnitt der Trauer beendet. Eine alte Tradition der katholischen Kirche sieht vor, dass dann noch einmal eine Heilige Messe im Gedenken an den Verstorbenen (meist am Sonntag) gefeiert wird. Gleiches gilt für das Jahresamt nach einem Jahr der Trauer. Wenn Sie dies wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Pfarrbüro auf.


 

Können Kinder, die in der frühen Schwangerschaft gestorben sind, bestattet werden?

In der frühen Schwangerschaft verstorbene Kinder unter 500 Gramm sind laut Gesetz nicht bestattungspflichtig. Das Christliche Klinikum Melle und die Kirchen in Melle setzen sich aber dafür ein, auch diese Kinder, die von der Empfängnis an ihre Menschenwürde besitzen, würdevoll zu bestatten.
Das Klinikum hält auf dem Meller Friedhof eine besonders dafür eingerichtete Grabstätte vor. Zwei Mal im Jahr findet ein ökumenischer Abschiedsgottesdienst mit anschließender Beisetzung statt. Es entstehen den Eltern keine Kosten.
Es besteht auch die Möglichkeit der Beerdigung auf einer evtl. vorhandenen Familiengrabstelle oder in einem Einzelgrab.
Wir möchten betroffene Eltern darin bestärken, in der akuten Schocksituation der Fehlgeburt Unterstützung in Anspruch zu nehmen.


 

 

Das Dekanat Osnabrück-Süd hat ein Faltblatt zu den verschiedenen Formen der Bestattung herausgegeben. Darin enthalten sind zahlreiche Kontaktadressen der katholischen Kirchengemeinden im Dekanat, an die man sich für weitere Fragen wenden kann.

Das Faltblatt können sie hier herunterladen: Formen der Bestattung (1884 KB)

 



Beauftragung zum Beerdigungsdienst für pastorale Mitarbeiter
– Pontifikalamt mit Weihbischof Johannes Wübbe in St. Matthäus Melle

 

In einem feierlichen Gottesdienst am 6. Februar 2014 hat Weihbischof Johannes Wübbe elf pastorale Mitarbeiter aus dem Dekanat Osnabrück-Süd zum Beerdigungsdienst beauftragt. Für St. Matthäus Melle waren die beiden Gemeindereferentinnen Claudia Hettlich und Monika Walbaum dabei, für die Gemeinden in Gesmold und Wellingholzhausen Gemeindereferent Bernd Otte.

Weihbischof Johannes Wübbe freut sich über die Beauftragung von Monika Walbaum, Claudia Hettlich und Bernd Otte für den Beerdigungsdienst.

Über lange Zeit war der Beerdigungsdienst in der katholischen Kirche Priestern und Diakonen vorbehalten. Mit der stärkeren Beanspruchung der Priester und ihrer geringeren Zahl geht nun auch das Bistum Osnabrück neue Wege. Dabei hat schon das II. Vatikanische Konzil deutlich gemacht, dass jeder Getaufte berufen ist zum Dienst am anderen. Somit kann die Begleitung von Angehörigen Verstorbener und der Beerdigungsdienst auch von pastoralen Mitarbeitern übernommen werden, wobei die Angehörigen ein Mitspracherecht haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im letzten Jahr an einem Vorbereitungskurs teilgenommen und erhalten jetzt aus der Hand des Weihbischofs eine Ernennungsurkunde.

Das ganze Jahr über müssen wir Mitglieder aus unseren Gemeinden beerdigen. Zum eigenen Sterben Ja sagen, das fällt nicht leicht. Es aushalten müssen, dass in unserer nächsten Umgebung Menschen, die wir lieben und uns viel bedeuten, sterben, das alles gehört zu unserem Menschsein. In solchen Zeiten brauchen wir Menschen, die uns begleiten, die uns ermutigen oder nur einfach da sind und trösten. Gerade dann soll es sich zeigen, dass die Gemeinschaft der Glaubenden, unsere Gemeinden, Orte der Hoffnung sind. Eine persönlich gestaltete Bestattung kann ein heilsamer und heilbringender Beitrag sein, um den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.

Ihr / Euer Pastor Wehrmeyer

Beerdigungsdienst: Das NDR-Fernsehen berichtet aus St. Matthäus Melle

Das NDR Fernsehen berichtet über das Pontifikalamt in unserer St. Matthäus-Kirche mit Weihbischof Johannes Wübbe zur Beauftragung von elf pastoralen Mitarbeitern für den Beerdigungsdienst.
Filmbeitrag anschauen!

Bericht im Meller Kreisblatt vom 08.02.2014