Melle, St. Matthäus, Alte Kirche, Altarraum

Melle, St. Matthäus, Alte Kirche, Altarraum

 

Melle, St. Matthäus, Alte Kirche, Tabernakel

Melle, St. Matthäus, Alte Kirche, Tabernakel

 

Klausing-Orgel, St. Matthäus Melle

Klausing-Orgel, St. Matthäus Melle

 

Sondermühlen, St. Marien, Hochaltar

Sondermühlen, St. Marien, Hochaltar

 

Riemsloh, St. Johann

Riemsloh, St. Johann

 

Sondermühlen, St. Marien

Sondermühlen, St. Marien

 

Riemsloh, St. Johann

Riemsloh, St. Johann

 

Sondermühlen, St. Marien

Sondermühlen, St. Marien

 

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Kirche der Beteiligung


Gemeindeleitung durch Ehrenamtliche

 

Wie kann es auch in Gemeinden größeren Zuschnitts gelingen, dass das Gemeindeleben vor Ort lebendig bleibt? Wie kann Gemeindeleben auf Zukunft gesichert werden.Diese Fragen beschäftigen seit einigen Jahren das Bistum Osnabrück und auch viele Gemeinden im Bistum. Eine der Antworten: „Kirche der Beteiligung“.

 

Kirche der Beteiligung im Bistum OS


Gemeint ist damit eine stärkere Einbeziehung ehrenamtlicher Gemeindemitglieder in die Leitung der Gemeinde bzw. der Gemeindeteile vor Ort bis hin zur Übertragung der Leitung an sogenannte ehrenamtliche Gemeindeteams.

 

Natürlich ist das eine Reaktion auf die immer kleiner werdende Zahl an Priestern und Hauptamtlichen, die immer größer werdende Einheiten übernehmen müssen und die in ausreichender Zahl schon sehr bald nicht mehr zur Verfügung stehen. Im letzten spiegelt sich darin aber auch eine Rückbesinnung auf das II. Vatikanische Konzil wider, das die Berufung aller Getauften zur Verkündigung des Glaubens und zum Dienst am Nächsten (Allgemeines Priestertum) betont hat.

 

Ehrenamtliche sollen also in Zukunft Gemeinde (mit-)leiten, um Kirche vor Ort lebendig zu gestalten. Sie übernehmen Verantwortung für die Bereiche Liturgie, Verkündigung und Diakonie. An verschiedenen Stellen im Bistum Osnabrück wird das zurzeit ausprobiert – mit überzeugendem Erfolg. Spannend auch, dass sich überall Menschen gefunden haben, die den Dienst der Leitung, zu dem der Bischof beauftragt, übernehmen konnten.

 

In einer seiner Sitzungen des letzten Jahres hat der Pfarrgemeinderat unserer Gemeinde beschlossen, sich dem Thema „Kirche der Beteiligung“ zu stellen und zu prüfen, ob eine Beauftragung ehrenamtlicher Gemeindeleitungsteams für unsere fünf Gemeindeteile St. Anna, St. Johann, St. Marien Buer, St. Marien Sondermühlen und St. Matthäus möglich ist. Außer St. Anna haben sich inzwischen alle Gemeindeteile entschieden, diesen Weg zu wagen. Zurzeit werden Gemeindemitglieder gesucht, die Interesse und Freude an der Mitarbeit in einem Gemeindeleitungsteam haben. Die Aufgabe der Gemeindeleitungsteams soll es sein, gezielt wahrzunehmen, was die Menschen vor Ort brauchen,  Gaben und Fähigkeiten vor Ort zu entdecken und andere zu ermutigen, in der Gemeinde mitzumachen. Die Teams sollen die Beteiligung vieler Menschen vor Ort ermöglichen, Vernetzungsstrukturen verbessern und Kooperationen zu fördern.

 

Die Ehrenamtlichen Gemeindeleitungsteams als ein Versuch, Gemeindeleben auf Zukunft zu sichern. - Man darf gespannt sein, ob der Aufbau solcher Teams gelingt!


Pastor Michael Wehrmeyer



Kirche der Beteiligung

Als ich zum ersten Mal diesen Begriff las, stellte ich mir die Frage - was heißt das, was soll das? Mittlerweile ist mir zwar noch nicht alles klar, aber ich sehe etwas klarer. Diese Idee, die durch unseren Bischof stark gefördert wird, eröffnet uns als Gemeindemitgliedern eine neue Chance, Kirche und Glauben mitzugestalten. (…)

Es ist eine weitere Umsetzung der Ziele des 2.Vatikanischen Konzils und der Wünsche von Papst Franziskus: Die Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen und die Gläubigen sind die Kirche. Wie in den Anfängen trägt jeder seinen Teil zum Glauben und zum Leben im Glauben bei.

Uns bietet sich die Gelegenheit, Glauben zu gestalten und zu leben, ihn ins Leben zu holen und lebensnah zu gestalten. Es geht nicht darum, den Glauben neu zu interpretieren, sondern die bestehenden Werte und Ideale umzusetzen und in unsere Zeit zu holen.

Bei dem ehrenamtlichen Leitungsteam handelt es sich umein Team, das die Ohren an der Gemeinde hat; Menschen, die zuhören, die Ideen haben oder sammeln und diese dann mit Hilfe der Gemeinde entwickeln und umsetzen, dadurch werden die zukünftig weniger werdenden Priester und Hauptamtlichen entlastet und wir können sagen, wir leben den Glauben und führen nicht nur aus, was "von oben" verordnet wird. 

Lasst uns diese Chance ergreifen und etwas bewegen zum Wohl der Gemeinde. Vielleicht gelingt es uns auch dadurch, wieder mehr Menschen anzusprechen. (…)

Für die Interessierten, die sich evtl. diesen Dienst vorstellen können, wird dann vom Bistum ein Fortbildungskurs angeboten, der auf diese Aufgabe vorbereitet und Hilfestellungen gibt. Auch nach dem Kurs besteht noch die Möglichkeit, sich gegen diese Aufgabe zu entscheiden. Am Ende der Fortbildung wird es dann für alle, die diesen Dienst übernehmen möchten, eine Beauftragung (befristet auf drei Jahre) durch den Bischof geben.

Ich persönlich glaube, wir alle profitieren davon. Der Ortsausschuss Riemsloh hat sich entschieden, diesen Weg zu gehen. Tragen wir gemeinsam Verantwortung für unsere Pfarrgemeinde St. Matthäus mit ihren fünf Standorten.

Heinz Honerkamp

Vorsitzender Ortsausschuss Riemsloh